Archive for Oktober, 2011

Maskenball

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Für große Unruhe in der Schweinebranche sorgen zur Zeit Veränderungen bei der Schlachtschweineabrechnung seitens der großen Schlachtunternehmen. Seit dem 4. Oktober sollten neue und dem tatsächlichen Wert des Schlachtkörpers angepasste Klassifizierungen und Abrechnungsmasken für die automatische AutoFOM und für die ältere FOM- Methode gelten.

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Die Modalitäten wurden im Vorfeld  erst sehr spät veröffentlicht, so dass kein Landwirt und schon gar nicht Züchter oder Zuchtorganisationen sich darauf einstellen konnten.

Seitdem haben viele Schlachter ihre Maske aber schon wieder dreimal geändert, weil offenbar einige Schweine für sie zu teuer im Einkauf waren. (mehr …)

Emsland-Biber

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Über 20 Jahre ist her, dass bei Haselünne acht Biber ausgesetzt wurden. Seitdem hat sich der Bestand auf über 150 Tiere emslandweit vervielfacht. Nun suchen zwei Biologen nach unbekannten Quartieren der Biber und bitten die Bevölkerung über die Tageszeitung und einer informativen Internetpräsenz (http://www.emslandbiber.de/) um Mithilfe.

Verbreitung des Bibers im Emsland (c) emslandbiber.de

 

Auf der Karte läßt sich die aktuell bekannte Verbreitung ablesen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Biber sich bereits weiter verbreitet hat. Da können bestimmt einige Landwirte weiterhelfen.

Doch leider haben sehr viele auch die Befürchtung, dass durch das Bekanntwerden einer schützenswerten Art für sie selber Nachteile entstehen können in Form von Auflagen, Entwässerungsprobleme, Einschränkung der Nutzungsrechte etc. . Das ist ein Dilemma und es gut, dass in dem oben angegebenen Zeitungsartikel der Leiter der emsländischen Naturschutzbehörde, Ludger Pott, noch einmal darauf hinweist, dass bisher alle Konflikte gelöst werden konnten. „Wichtig für die bisher hervorragende Akzeptanz des Bibers im Emsland sei, dass man berechtigte Interessen von Grundstückseigentümern gewahrt habe. Dies werde auch in Zukunft so sein.

 Ich würde mich freuen, wenn auch die ansässigen Naturschutzverbände so offensiv für Vertrauen bei den Landwirten werben würden. Doch da gibt es wohl noch Verbesserdungsbedarf. So ist mir beispielsweise bekannt, dass ein tierhaltender Bauer  auf seinen Getreideflächen sogenannte Lerchenfenster zum Schutze der Lerchen aber auch Fasane und Rebhühner eingerichtet hat. Als er aber hörte, dass ansässige Lerchen seinem Stallbauprojekt (Legehennen in Freilandhaltung) im Wege stehen könnten, wurden die Fenster schnell wieder geschlossen… 

Es darf nicht sein, dass Landwirte für die Hege und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft bestraft werden! NABU und BUND sollten deutlich machen, dass für alle Seiten gute Lösungen möglich sind und der aktive Artenschutz sich nicht für den Bauern irgendwann  als Bumerang erweisen kann.