Archive for the ‘Ernährung’ Category

EHEC – eine Bilanz

Dienstag, Juni 14th, 2011

Quelle: ndr.de

Die EHEC – Hysterie ebbt zunehmend ab. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Ein Ökohof aus dem Kreis Uelzen wurde als Keimschleuder identifiziert.

Noch ist allerdings die genaue Quelle der gefährlichen EHEC -Keime nicht identifiziert: Wurden die Sprossen nun von den Mitarbeitern des Gärtnerhofes in Bienenbüttel kontaminiert oder wurde der Keim mit dem Saatgut eingeführt? Ich persönlich halte die Kontaminierung durch den Menschen als näher liegend, weil der Keim bisher ausschließlich beim Menschen gefunden wurde und weil getrocknetes Saatgut an sich ein sehr ungünstiges Milieu für Bakterien ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung jedenfalls hält beide Ursachen für möglich und warnt den Verbraucher generell vor dem Verzehr von Sprossen (Verbrauchertipps des BfR).

Aber was ist bisher passiert?

Es wurde in Presse, Rundfunk und Fernsehen wild spekuliert, wodurch die EHEC-Erreger verbreitet wurden und  an welcher Stelle diese entstanden sind. Dadurch wurde die Hysterie in unverantwortlicher weise gepushed. (mehr …)

EHEC – Sind unsere Lebensmittel zu anfällig?

Mittwoch, Juni 8th, 2011

Das ist das Thema der Sendung ZDF log in um 20.15 Uhr auf  dem digitalen ZDFinfo-Kanal.Goldmann

An dieser Diskussionssendung wird u.a. auch der emsländische Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann teilnehmen.

In dem Vorschaubericht auf login.zdf.de  heisst es: Agrarausschuss-Chef Goldmann Gast bei „ZDF log in“

Gegen Massentierhaltung hat er nichts. Doch bei der Bekämpfung der EHEC-Epidemie läuft etwas schief, sagt Hans-Michael Goldmann (FDP), Vorsitzendes des Agrarausschusses im Bundestag. Zündstoff für die Diskussion bei „ZDF log in“. Das Robert-Koch-Institut (RKI), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) müssten zu einem Institut zusammengelegt werden, das die „Gesundheit der Menschen in besonderer Weise im Blick hat“, sagte Goldmann. Die derzeitige Vielfalt an Behördenstrukturen sei zur Bewältigung einer derartigen Krise nicht geeignet. „Wir brauchen eine Bündelung der Aktivitäten“, sagt Goldmann. Das RKI ist dem Gesundheitsministerium unterstellt, das BfR dagegen dem Verbraucherschutzministerium.

„Kontrollsystem wie vor 50 Jahren“

Zwar sieht Goldmann Probleme im aktuellen Krisenmanagement. Gegen die konventionelle Massentierhaltung und Lebensmittelproduktion hat der studierte Tiermediziner aber nichts. Zündstoff für die Sendung „ZDF log in“ am Mittwoch „Krank durch EHEC – Sind unsere Lebensmittel zu anfällig?“. Denn dann diskutiert Goldmann mit dem Autor Hans-Ulrich Grimm, der Bücher über die Tricks in der Lebensmittelbranche geschrieben hat. (Weiterlesen)

Auch ich wurde gestern Nachmittag angefragt, ob ich an dieser Sendung teilnehmen könnte. Leider ist es mir unmöglich, so kurzfristig diesen Berlintrip zu organisieren- Ich werde aber über Facebook mit diskutieren! Ich wünsche Euch, liebes LogIn-Team, eine gut gelingende Sendung!

Frühstück sucht Gast

Mittwoch, Juni 1st, 2011

Allen an der Landwirtschaft Interessierten bietet sich am 3. Juli eine tolle Gelegenheit, sich über die Landwirtschaft von Bäuerinnen und Bauern direkt zu informieren:

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So wie ich unsere aktiven Landfrauen kenne, wird das Frühstück sicher  hervorragend werden.

Ich finde diesen Weg der Öffentlichkeitsarbeit sehr erfolgversprechend und danke schon jetzt den Initiatoren und Helfern für diese tolle Idee.  Hoffentlich wird diese Aktion gut angenommen!

EHEC – eine weitere Hysteriewelle rollt

Freitag, Mai 27th, 2011

BSE, SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Feinstaub, Dioxin, Ozon- Immer wieder wurde das Leben der Deutschen bedroht! Und nun ist es ein Bakterium namens EHEC, das die rationale Entscheidungsfähigkeit vieler Deutschen ausschaltet und der Medienindustrie viel Stoff für viele Spekulationen und Sensationsmeldungen liefert (an dieser Stelle empfehle ich mal das Video „Die Angst-Industrie„).

Noch vor einer Woche hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass Tomaten und anderes Grünzeugs von belegten Schinkenbrötchen entfernt werden und besorgte Mütter die Kindergärtnerinnen anweisen, ihren Kindern doch bitte kein Obst und Gemüse zum Essen zu geben.

Es wurde wild spekuliert, woher dieser gefährliche Erreger käme und zunächst die Gülleausbringung als Schuldigen ausgemacht. Nun sind es Gurken aus Spanien und das Robert-Koch-Institut muss sich völlig zu Recht Kritik für die Verbraucherwarnung anhören.

Viele Verbraucher sind zudem etwas irritiert, weil sogar das gesunde Biogemüse keinen sicheren Hafen darstellt. Es ist leider nicht so einfach zu sagen, dass bio immer gut und herkömmlich schlecht ist!

Das Katastrophale an diesen Angstwellen ist, dass jetzt die Gemüsebauern die kollektive Kaufverweigerung spüren und das Desaster ausbaden dürfen. Im Januar war es noch das Fleisch, das mit Dioxin „belastet“ war, allerdings in nicht gesundheitsgefährdenden Mengen. Den Schweinehaltern kostete diese Krise schätzungsweise 100 Mio €- Folgekosten noch nicht hinzugerechnet!

Dr. Albet Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat nun eine Bilanz aus der Dioxinkrise gezogen und empfiehlt der Landwirtschaft eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, um die Diskussionen um die Landwirtschaft herum deutlich zu versachlichen.

Um die Geschehnisse vom Januar 2011 um den Dioxin-Skandal nicht zu vergessen, empfehle ich folgende Artikel auf den Seiten der Interessensgemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN) zu lesen:

http://www.schweine.net/nach_der_dioxinkrise_preise_steigen_alles_wieder_g.html | http://www.schweine.net/dioxin_lbd_zieht_konsequenzen__geschaeftsfuehrung.html

Auch die Bewertung der VzF, Uelzen ist absolut lesenswert in diesem Zusammenhang:  http://www.vzf-gmbh.de/index.php?option=com_content&task=view&id=354&Itemid=58

radioaktiver Verbraucherschutz

Donnerstag, März 31st, 2011

Heute ist der 31. März. Erst morgen haben wir den 1. April und dennoch kann ich die folgende Nachricht nicht glauben:Die  EU hat per Eilverordnung die Grenzwerte für aus Japan importierte Lebensmittel deutlich erhöht!Das bedeutet, dass viele Produkte eine viel höhere radioaktive Belastung aufweisen dürfen als bisher und dass die Grenzwerte in der EU nun teils höher sind als die ebenfalls angehobenen Grenzwerte in Japan.Ohne die gesundheitlichen Gefahren einschätzen zu können, halte ich dieses Vorgehen für einen schweren politischen Fehler. Verbraucherschutz braucht Vertrauen und das wird jetzt mit Füßen getreten!Weitere Informationen auf den Nachdenkseiten.