Archive for the ‘ganz was anderes’ Category

Zwischen Ohnmacht und Gestaltungswillen

Montag, Januar 2nd, 2012

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Mein Lieblingsradiosender, der Deutschlandfunk, sendete gestern am seinem 50. Geburtstag ein sehr gutes Essay von Uwe Jean Heuser, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung „DIE ZEIT“:

I. Ohnmachtsgefühle

Ein Schreckensjahr lang hat es gedauert, dann hat Europa kurz vor Jahresschluss 2011 doch noch Farbe bekannt. Die Euroländer und einige EU-Partner wollen enger zusammenrücken und das mit Leben füllen, was zuvor nur auf dem Papier stand: eine Stabilitätsunion. Schuldensünder sollen anders als früher tatsächlich bestraft, Schuldenbremsen eingerichtet werden. Dafür stellt Europa schneller mehr Geld bereit als zuvor geplant, teils über Brüssel, teils über den Währungsfonds in Washington.
Nicht alle EU-Länder sind bei diesem Projekt dabei, aber das dürfte wohl vor allem das Problem derjenigen sein, die es vorgezogen haben, draußen zu bleiben. Vor allem Großbritannien wird wenig Freude an seiner selbst gewählten Isolation haben. Es macht seine Banker glücklich, aber nicht seine Bürger. […]

Weiterzulesen unter http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1634442/ oder auch hier nachzuhören.

Auch wenn uns so manche alte Sorgen ins neue Jahr begleiten werden, wünsche ich allen Lesern ein gutes neues Jahr 2012!

Weihnachten wird in der Krippe entschieden!

Samstag, Dezember 24th, 2011

24. Dezember – heilig Abend, bald wird die Bescherung in den Familien anstehen.

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Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten und angenehme Stunden innerhalb der Familie. Gleichzeitig hoffe ich, dass Weihnachten nicht unterm Baum entschieden wird, wie es ein großer Elektronikhändlerin seiner Werbung behauptet, sondern in der Krippe!

Gesegnete Weihnachten!

Das Foto habe ich vor gut 2 Jahren in Barcelona am Eingang der Rambla geschossen! Die überflüssigen Ö-Striche ließen mich etwas schmunzeln….

Adlerhorst

Samstag, Juli 9th, 2011

Ich werde bis zum nächsten Samstag im Zeltlager des SV Adler Messingen in Hopsten als Betreuer aktiv sein. Das gestrige Minizeltlager für die 3 bis 7 Jährigen Kinder mit ihren Eltern ist schon mal sehr gut verlaufen.

Während dieser Zeit werden dankenswerterweise mein Vater und mein Bruder, dessen unterrichtsfreie Zeit begonnen hat, den Hof zu Hause managen.

Hoffentlich bleibt uns Dauerregen erspart!

Danach habe ich mir vorgenommen, ein paar Impressionen der diesjährigen Erntesaison zu posten.

Bis denne….

Der kleine Tag

Samstag, April 23rd, 2011

Heute ist der 23. April und damit auch der der kleine Tag!

Deshalb möchte ich nochmal an ein großartiges Projekt in der Gemeinde Messingen erinnern: Die Inszenierung des Musicals „Der kleine Tag“ von Wolfram Eicke, Rolf Zuckowski und Hans Niehaus von Messingern für Messinger.Anfang März fanden die beiden restlos ausverkauften und fantastischen Aufführungen in Messingen statt (Zeitungsartikel | Fotogalerie).

Meine Tochter Sina war auch dabei. Ich denke gerne an den wunderbaren Abend zurück und bin auch ein bisschen stolz als Bürger Messingens auf die gemeinschaftliche, in vielen Proben gewachsene Leistung der vielen Messinger und danke den Schauspielern und den Initiatoren Gaby Mey, Marion Schmidt und Regisseur Thomas Mönter.

Auf diesem Flyer sind alle Akteure aufgeführt: Der kleine Tag Flyer | Rückseite des Flyers

Adel verzichtet

Dienstag, März 1st, 2011

Dissertation GuttenbergNachdem die Plagiatsaffäre von zu Guttenberg nun die Medien über viele Tage in den Bann gezogen hat, möchte ich den Abgang unseres populärsten Politikers auch kurz kommentieren, obwohl dieses Thema mit Landwirtschaft nur entfernt (der Grundbesitz der Guttenbergs wird auf mehren zig-Millionen Euro geschätzt) mit Landwirtschaft zu tun hat.

Ich finde, dass er als Verteidigungsminister die Bundeswehrreform angestoßen hat und den Einsatz unserer Streitkräfte in Afghanistan deutlich als Krieg bezeichnet hat, sind herausragende Leistungen, die Anerkennung verdienen.

Umso bitterer ist sein heutiger Rücktritt von der politischen Bühne zu sehen. Er ist jung, dynamisch und eigentlich politisch hochtalentiert und hat mit seiner Rumeierei in der Plagiatsaffäre seine komplette Glaubwürdigkeit verspielt. Leider sieht er sich noch immer in der Opferrolle und beschwert sich über die Macht der Medien. Dabei ist er selber als Kopierer in der Täterrolle und hat in seiner Zeit als Minister selber die Medien gekonnt instrumentalisiert, wie z.B. das umstrittene Kerner-Interview im Kriegsgebiet und die medienwirksame Reisebegleitung seiner hübschen Ehefrau vor Weihnachten belegen.

Nun ist er also weg von der Bildfläche und das ist letztlich auch gut so, denn man darf von seinen gewählten Vertretern durchaus Aufrichtigkeit und eine Grundehrlichkeit erwarten.

Vor zehn Jahren hätte zu Guttenberg wohl nicht zurücktreten müssen, denn offensichtlich haben die fleißigen Internetnutzer einen erheblichen Anteil an diesem Rücktritt (Link ).

Aber das Internet stürzt nicht nur deutsche Minister, sondern auch totalitäre Regime in Nordafrika, wie wir jetzt erleben dürfen – das hat zwar auch etwas mit Landwirtschaft zumindest entfernt zu tun (Preisentwicklung der Agrarrohstoffe an den Terminmärkten), soll aber jetzt nicht auch noch mein Thema sein – vielleicht später…