Archive for the ‘Messingen’ Category

Pressemitteilung zur Biogasanlage Freren-Bardel

Donnerstag, Juni 30th, 2011

Die folgende Presseerklärung wurde geschrieben und verteilt:

 

Bauern gegen Bau der Biogasanlage in Freren

 

Die Bauern in der Samtgemeinde Freren haben weiter Ängste gegenüber der Biogasanlage in Freren-Bardel, weil sie nach Ansicht der Landwirte eine große Gefahr für die über 100 bäuerlichen Familienbetriebe darstellt.

 

Wenn

  • als Inputstoffe für die Biogasanlage doch nachwachsende Rohstoffe verwendet werden und bzw. oder

  • die Gärrestaufbereitung nicht so funktioniert, wie auf dem Papier skizziert,

dann wird die Existenz von Dutzenden von landwirtschaftlichen Betrieben durch das riesige 4,5 MW – Pilot-Projekt bedroht.

 

Offene Fragen

 

Diese Gefahr hat die Stadt- bzw. Samtgemeindeverwaltung erkannt und möchte diese Risiken mittels einem städtebaulichem Vertrag ausschalten.

Doch viele Landwirte fragen sich, was passiert, wenn die Pilotanlage, die fast 10x so groß ist, wie gewöhnliche NaWaRo-Biogasanlagen, nicht so funktioniert, wie sie konzeptiert wurde?

Was passiert nach einer Insolvenz?

Kann bzw. wird die Stadt Freren auf die kostengünstige Wärmelieferung für öffentliche Gebäude verzichten?

Was wird in 5 oder 10 Jahren sein, wenn die Rahmenbedingungen sich möglicherweise geändert haben?

 

Keine unabhängige Plausibilitätsprüfung

 

Leider wurde der Forderung seitens des Landvolks nach einer unabhängigen Plausibilitätsüberprüfung nicht entsprochen, so dass innerhalb der Landwirtschaft weiter an der Seriosität des Projekts gezweifelt wird.

 

 

Mangelnde Informationspolitik seitens der Betreiber und der Samtgemeinde

 

Zwar wurden mehre Informationsveranstaltungen durchgeführt, doch in diesen kamen immer wieder neue bzw. unterschiedliche Details ans Licht.

So wurde die geplante Menge, die täglich in die Anlage gefahren wird anfangs mit 49,5t angegeben. Betont wurde hier immer, dass dabei um Stoffe ginge, die nicht überwachungspflichtig seinen. Aktuell wird aber offensichtlich mit der doppelten Menge geplant, die auch überwachungspflichtige Inputstoffe (z.B. Schlachthofabfälle) beinhaltet.

 

Die Berichterstatter der Lingener Tagespost haben das im folgenden Zeitungsartikel dokumentiert: http://www.noz.de/lokales/47435080/ja-zur-biogasanlage

 

Auch die Kosten für die geplante Totalaufbereitung der Gärreste wurden höchst unterschiedlich angegeben. Die Angaben schwankten zwischen 1 und 5 Euro pro m³. Angesichts der Tatsache, dass viele tierhaltenden Landwirte heutzutage bereits für den Abtransport ihrer Gülle mehr als 5 Euro zahlen müssen (in den Niederlanden wird von bis zu 20 Euro gesprochen), werden diese Angaben bezweifelt.

 

Konkurrenz zur Landwirtschaft

 

Auch ohne Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen gibt es massive Berührungspunkte mit der heimischen Landwirtschaft: Der geplante Einsatz von Altbroten, Backwaren, Trebern, Trestern, Fetten und Glycerinen etc. wird vielen Betrieben wertvolle, preisgünstige Futtermittel entziehen.

 

Stadtrat Freren muss endgültig entscheiden

Am Montag ab 18.30 Uhr trifft sich der Stadtrat Freren, um über den Energiepark Freren abzustimmen.

Viele Bauern werden deshalb mit Traktoren zu dieser Sitzung fahren, um ihre Ängste gegenüber der geplanten Biogasanlage deutlich zu machen.

 

Bauern fordern Nein zu dem großen Pilotprojekt

 

Die Bauern wollen diese mit Risiken behaftete Pilotanlage nicht, weil

 

  • das Gesamtkonzept nicht plausibel erscheint

  • Zweifel an der Redlichkeit der Betreiber bestehen (schwankende Angaben und Salamitaktik in der Informationspolitik)

  • viele bäuerliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht sind, wenn das Konzept nicht aufgeht – dann wären es Dutzende!

  • es auch bei funktionierendem Konzept genügend Berührungspunkte mit der Landwirtschaft gibt.

  • Keine Biogasanlage besser ist als eine, deren Risiken man mit einem städtebaulichen Vertrag begegnen möchte (Der Vertrag zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft war z.B. auch über Nacht nach der Katastrophe im Japanischen Fukushima-Daiichi nichts mehr wert)

Pressemitteilung als pdf-Datei

Vater-Kind-Zelten

Samstag, Juni 25th, 2011

Gleich beginnt für die Väter und Kinder der kleinen Bauernschaft Brümsel das traditionelle Vater-Kind-Zelten.

Heute stehen zuerst eine Fahrradtour, ein Spielplatzbesuch, das obligatorische Fußballmatch „Väter gegen Kinder“, gegen Abend Würstchen grillen und Lagerfeuer auf dem Programm. Morgen früh wird mit einem gemeinsamen Frühstück die ganze Sache abgerundet.

forstulikotte.jpg

Das Vater-Kind-Zelten gibt es bestimmt schon 20 Jahre. Sowohl die Kinder als auch die Väter freuen sich schon lange auf diesen Tag. In diesem Jahr zelten wir auf der Wiese von Ulrich Kotte, der nicht, wie fälschlicherweise in der Lingener Tagespost berichtet wurde, nach Ankum umgezogen ist, sondern weiter mit seiner Familie im schönen Brümsel wohnen bleibt.

Ulrich (Uli) Kotte arbeitet übrigens als Forstwirt (seit 25 Jahren! Herzlichen Glückwunsch) und taucht immer mal wieder in Zeitungsberichten auf:

LT vom 24. Juni 2011

und

BK vom 7. August 2010

So- und nun Sachen packen und los geht´s!

Biogasanlage in Freren – Bardel – Breaking News –

Donnerstag, Juni 16th, 2011

Für alle, die mit Trecker zur heutigen Ratssitzung fahren wollten:

Die ursprünglich für heute angesetzte Stadtratssitzung ist auf dem Montag, den 4. Juli verschoben worden.

Vorher wird noch ein Termin zum Traktoren schmücken und Transparente malen angesetzt.

Für die Missverständnisse möchte ich mich hiermit entschuldigen.

Biogasanlage in Freren – Bardel 2

Mittwoch, Mai 11th, 2011

gers-grap.jpg Nach der sehr gut besuchten Informationsveranstaltung im Saal Lüns (Bericht hier im Blog), bei der alle 120 anwesenden Landwirte offensichtlich gegen die Errichtung der riesigen abfallwirtschaftlichen Biogasanlage waren, gaben die Betreiber in einem weiteren Gespräch weitere Details über das geplante Konzept bekannt. Mit diesen zusätzlichen neuen Informationen ausgestattet hat der Bioenergieexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Christoph Gers-Grapperhaus im Auftrag des Landvolk Lingen ein Gutachten (fachliche Stellungnahme) verfasst. Darauf aufbauend hat das Landvolk Lingen eine ablehnende Stellungnahme verfasst und der Verwaltung der Samtgemeinde Freren übermittelt.

Die landwirtschaftlichen Ortsvereine in der SG Freren sind geschlossen gegen eine weitere Planung der Biogasanlage im Bardel und haben den Ratsvertretern des Samtgemeinderates und des Stadtrates Freren diese beiden Stellungnahmen persönlich überreicht. Soweit ich gehört und selber erlebt habe, sind unsere Volksvertreter dankbar gewesen für unsere neue Betrachtungsperspektive durch das von uns in Auftrag gegebene unabhängige Gutachten der LWK Niedersachsen.

Auch wenn der Betreiber und die Verwaltung den landwirtschaftlichen Vertretern scheibchen-weise immer wieder neue Informationen zukommen ließ (z.B. sollen plötzlich weitere 49,5t Inputstoffe in die Anlage gefahren werden, die besonders überwachungspflichtig sind- das wurde vorher wiederholt explizit in Präsentationen ausgeschlossen!), sind die wichtigsten Bedenken noch lange nicht behoben:

  1. Das Konzept des Anlagenbetreibers ist nicht plausibel und sollte gegebenenfalls von einem weiteren unabhängigen Gutachter bewertet werden!
  2. Es sollen nun doch landwirtschaftliche Produkte zum Einsatz kommen.
  3. Es gibt zur Zeit keine funktionierende Gärrestaufbereitung im Dauereinsatz, wie sie im Bardel zum Einsatz kommen soll. Deshalb wird befürchtet, dass eine Entsorgung über die Ackerflächen in und um die Samtgemeinde Freren herum erfolgen wird- mit den katastrophalen Folgen für die heimische, bäuerlich strukturierte Veredlungswirtschaft!

Fazit:

Es ist eine riesige Biogasanlage geplant, die fast 10x so groß sein wird, wie herkömmliche 500er NaWaRo-Biogasanlagen. Dieses Projekt hat keinerlei Referenzen, es hat einen eindeutigen Pilot-Charakter und birgt für die Landwirtschaft unzählige Risiken und Unwägbarkeiten, die es meiner Meinung nach nicht erlauben, guten Gewissens für diese Anlage zu stimmen!

 

Der kleine Tag

Samstag, April 23rd, 2011

Heute ist der 23. April und damit auch der der kleine Tag!

Deshalb möchte ich nochmal an ein großartiges Projekt in der Gemeinde Messingen erinnern: Die Inszenierung des Musicals „Der kleine Tag“ von Wolfram Eicke, Rolf Zuckowski und Hans Niehaus von Messingern für Messinger.Anfang März fanden die beiden restlos ausverkauften und fantastischen Aufführungen in Messingen statt (Zeitungsartikel | Fotogalerie).

Meine Tochter Sina war auch dabei. Ich denke gerne an den wunderbaren Abend zurück und bin auch ein bisschen stolz als Bürger Messingens auf die gemeinschaftliche, in vielen Proben gewachsene Leistung der vielen Messinger und danke den Schauspielern und den Initiatoren Gaby Mey, Marion Schmidt und Regisseur Thomas Mönter.

Auf diesem Flyer sind alle Akteure aufgeführt: Der kleine Tag Flyer | Rückseite des Flyers