Archive for the ‘Naturschutz’ Category

WIKU – Video-Projekt 4

Montag, Januar 23rd, 2012

Abschließend möchte ich noch den 4 und (vorerst?) letzten Teil der kleinen Videoserie des 69. Winterkurses der Katholischen Landvolkhochschule Oesede präsentieren. Hier werden Aufnahmen von der 4-Höfe-Tour in Osnabrück mit Landwirtschaftsminister Lindemann und dem Osnabrücker Bischof Bode sowie Vertretern der Handelskette REWE gezeigt und zudem noch die Ergebnisse einer Umfrage mit Verbrauchern zu ihrem Einkaufsverhalten.


Für alle, die die ersten drei Teile verpasst haben:

  1. “Tierhaltung in der Landwirtschaft“
  2. “Moderne Landwirtschaft“
  3. „Thema Biogas“

In den nächsten Beiträgen werde ich die Gewinnervideos von Clip my Farm vorstellen.

Petition

Sonntag, Januar 22nd, 2012

Wenn wir in Niedersachsen mit dem Flächenverbrauch so weiter machen wie bisher, dann wäre die uns zur Verfügung stehende Ackerfläche 2080 verbraucht“ – das sagte in einer Diskussionsrunde im Dezember der Hauptgeschäftsführer des Landvolkverbandes Jörn Dwehus. Egal ob diese Behauptung überspitzt formuliert wurde oder nicht: die Tendenz dürfte stimmen und sollte ein Alarmsignal für alle sein!

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Neue Bau-, Gewerbe und Industriegebiete, Straßenausbau sowie großzügige Ausweisung von Ausgleichsflächen lassen die Ackerfläche in Deutschland täglich um 90 Hektar schrumpfen!

Dieser Flächenfraß  muss deutlich reduziert werden. Angesichts einer stagnierenden Bevölkerung sollte das doch möglich sein. Es müssen Konzepte zur Wiederbelebung alter Industrie- und Wohngebiete erarbeitet werden und die Frage nach der Haftung für eventuell vorzufindende Altlasten in den gebrauchten Arealen geklärt werden. Auch die Praxis bei der Ausweisung für Ausgleichsmaßnahmen sollte überarbeitet werden. Hier sollte Qualität vor Quantität stehen!

Außerdem sollte man überprüfen, ob wirklich für jede Baumaßnahme ein Ausgleich statt zu finden hat. So muss der Bau von Off-Shore-Windparks an Land großflächig ausgeglichen werden- für mich völlig absurd!

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Aus diesem Grund hat der Deutsche Bauernverband eine Online-Petition gestartet. In einer Presseerklärung heißt es:

Sonnleitner: „Auf Beton wächst kein Brot“

 „Weil wir die Herausforderung der Welternährung und der Energieerzeugung sehr ernst nehmen, brauchen wie jeden Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.“ Dies machte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, anlässlich des Empfangs des DBV zur Internationalen Grünen Woche 2012 in Berlin deutlich. „Nach wie vor gehen in Deutschland jeden Tag 90 Hektar an wertvollem landwirtschaftlichen Boden durch Versiegelung und Überbauung verloren. Das entspricht täglich 120 Fußballfeldern oder dem jährlichen Brotkonsum von über 10.000 Menschen.“

Gemeinsam mit der Deutschen Weinkönigin Annika Strebel startete Sonnleitner vor den 1.000 Gästen des DBV-Empfangs eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag. Ziel der Petition sind eine Gesetzesinitiative und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs in Deutschland. Bereits in den Wochen zuvor hatte die gesamte Branche mit Unterstützung der Bauernverbände auf Landes- und Kreisebene sowie der Fachmedien eine breit angelegte Unterschriftenaktion für die Petition an den Bundestag gestartet. „Ich bin überwältigt, dass uns schon vor Beginn der Online-Petition viele Tausend Menschen schriftlich ihre Unterstützung gegeben haben, um Nachdruck hinter diese Forderung zu stellen“, so Sonnleitner. 

Der DBV-Präsident bekräftigte noch einmal, dass die Innenentwicklung von Städten und Gemeinden forciert und die Überbauung bisheriger landwirtschaftlicher Flächen im Außenbereich eingeschränkt werden müsse. Für jeden Quadratmeter, der unter Beton verschwinde, sollte an anderer Stelle ein Quadratmeter entsiegelt werden.“

Hier geht es zur Petition „Landwirtschaftliche Bodennutzung- Flächenverbrauch senken und landwirtschaftliche Nutzflächen schützen„.

Über eine große Resonanz würde ich mich freuen! Ich bin selber erst der 111. Unterzeichner der Online-Petition.

WIKU – Video-Projekt 3

Samstag, Januar 21st, 2012

Der dritte Teil der Videoserie des Winterkurses in Oesede widmet sich dem Thema Biogas:


Hier befinden sich Teil 1 und Teil 2 der Serie (einfach anklicken).

Emsland-Biber

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Über 20 Jahre ist her, dass bei Haselünne acht Biber ausgesetzt wurden. Seitdem hat sich der Bestand auf über 150 Tiere emslandweit vervielfacht. Nun suchen zwei Biologen nach unbekannten Quartieren der Biber und bitten die Bevölkerung über die Tageszeitung und einer informativen Internetpräsenz (http://www.emslandbiber.de/) um Mithilfe.

Verbreitung des Bibers im Emsland (c) emslandbiber.de

 

Auf der Karte läßt sich die aktuell bekannte Verbreitung ablesen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Biber sich bereits weiter verbreitet hat. Da können bestimmt einige Landwirte weiterhelfen.

Doch leider haben sehr viele auch die Befürchtung, dass durch das Bekanntwerden einer schützenswerten Art für sie selber Nachteile entstehen können in Form von Auflagen, Entwässerungsprobleme, Einschränkung der Nutzungsrechte etc. . Das ist ein Dilemma und es gut, dass in dem oben angegebenen Zeitungsartikel der Leiter der emsländischen Naturschutzbehörde, Ludger Pott, noch einmal darauf hinweist, dass bisher alle Konflikte gelöst werden konnten. „Wichtig für die bisher hervorragende Akzeptanz des Bibers im Emsland sei, dass man berechtigte Interessen von Grundstückseigentümern gewahrt habe. Dies werde auch in Zukunft so sein.

 Ich würde mich freuen, wenn auch die ansässigen Naturschutzverbände so offensiv für Vertrauen bei den Landwirten werben würden. Doch da gibt es wohl noch Verbesserdungsbedarf. So ist mir beispielsweise bekannt, dass ein tierhaltender Bauer  auf seinen Getreideflächen sogenannte Lerchenfenster zum Schutze der Lerchen aber auch Fasane und Rebhühner eingerichtet hat. Als er aber hörte, dass ansässige Lerchen seinem Stallbauprojekt (Legehennen in Freilandhaltung) im Wege stehen könnten, wurden die Fenster schnell wieder geschlossen… 

Es darf nicht sein, dass Landwirte für die Hege und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft bestraft werden! NABU und BUND sollten deutlich machen, dass für alle Seiten gute Lösungen möglich sind und der aktive Artenschutz sich nicht für den Bauern irgendwann  als Bumerang erweisen kann.