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Adel verzichtet

Dienstag, März 1st, 2011

Dissertation GuttenbergNachdem die Plagiatsaffäre von zu Guttenberg nun die Medien über viele Tage in den Bann gezogen hat, möchte ich den Abgang unseres populärsten Politikers auch kurz kommentieren, obwohl dieses Thema mit Landwirtschaft nur entfernt (der Grundbesitz der Guttenbergs wird auf mehren zig-Millionen Euro geschätzt) mit Landwirtschaft zu tun hat.

Ich finde, dass er als Verteidigungsminister die Bundeswehrreform angestoßen hat und den Einsatz unserer Streitkräfte in Afghanistan deutlich als Krieg bezeichnet hat, sind herausragende Leistungen, die Anerkennung verdienen.

Umso bitterer ist sein heutiger Rücktritt von der politischen Bühne zu sehen. Er ist jung, dynamisch und eigentlich politisch hochtalentiert und hat mit seiner Rumeierei in der Plagiatsaffäre seine komplette Glaubwürdigkeit verspielt. Leider sieht er sich noch immer in der Opferrolle und beschwert sich über die Macht der Medien. Dabei ist er selber als Kopierer in der Täterrolle und hat in seiner Zeit als Minister selber die Medien gekonnt instrumentalisiert, wie z.B. das umstrittene Kerner-Interview im Kriegsgebiet und die medienwirksame Reisebegleitung seiner hübschen Ehefrau vor Weihnachten belegen.

Nun ist er also weg von der Bildfläche und das ist letztlich auch gut so, denn man darf von seinen gewählten Vertretern durchaus Aufrichtigkeit und eine Grundehrlichkeit erwarten.

Vor zehn Jahren hätte zu Guttenberg wohl nicht zurücktreten müssen, denn offensichtlich haben die fleißigen Internetnutzer einen erheblichen Anteil an diesem Rücktritt (Link ).

Aber das Internet stürzt nicht nur deutsche Minister, sondern auch totalitäre Regime in Nordafrika, wie wir jetzt erleben dürfen – das hat zwar auch etwas mit Landwirtschaft zumindest entfernt zu tun (Preisentwicklung der Agrarrohstoffe an den Terminmärkten), soll aber jetzt nicht auch noch mein Thema sein – vielleicht später…

Aufruf

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Beim abendlichen Surfen bin ich zufällig über einen Artikel des Internetauftritt der NOZ (noz.de) gestolpert. Dort ist auf den Lokalseiten der Ems-Zeitung ein Bericht über die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Ortvereins Walchum zu lesen. In diesem stellt Vorstand Hans-Hermann Griese fest:  „Es wäre fatal, wenn sich im Gemeinderat keine Landwirte befinden.“

RICHTIG!

Deshalb sollten sich genügend Bauern und Bäuerinnen zu den kommenden Kommunalwahlen (in Niedersachsen ist das der 11. September 2011) aufstellen lassen. Und natürlich müssen dann auch alle Landwirte und Landwirtinnen zur Wahl gehen oder rechtzeitig per Brief wählen und natürlich auch die Kreuze an die richtige Stelle machen!

Um Ängste und Sorgen künftiger Ratsfrauen und -herren zu nehmen, könnte man eine überregionale Schulung für alle Neulinge anbieten, in der speziell für Landwirte die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten eines Gemeinderates erklärt werden. Mit dieser Maßnahme ließen sich sicherlich einige Hemmungen für eine Kandidatur abbauen. Ich werde für diese Idee im Landvolkkreisvorstand werben!